Einzelhaltung in der Aquaristik möglich?Lesedauer: ca. 4 Minuten

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Einzelhaltung in der Aquaristik möglich?

Vielleicht geht der Überlegung auch das stereotype Bild des einsamen Goldfisches im Glas voraus. Dieses Bild ist ebenso wie viele andere Vorstellungen über private Tierhaltung in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts veraltet. Während bei Vögeln und Säugetieren Einzelhaltung häufig den Hintergrund hatte, dass man glaubte, die Tiere werden so zahmer, ist bei Fischen meist der Platz oder die Betonung der Exotik eines einzelnen Tieres der Grund.

Tatsächlich gilt auch für die meisten Fische dasselbe wie für Kaninchen und Wellensittiche: Sie fühlen sich in Gruppen am wohlsten. Zwar gelten beispielsweise Harnischwelse oder Kampffische als Einzelgänger, würden aber in der freien Natur zwecks Fortpflanzung mit ihren Artgenossen zusammen kommen. Warum auch diese Fische nicht in Einzelhaltung leben sollten, erfahrt ihr in diesem Artikel.

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Schwärme und Brutpaare

Viele kleine Fische, wie die eingangs erwähnten Neonfische, leben in freier Natur in großen Schwärmen, die sie vor Raubtieren schützen. Ein Schwarm gibt Sicherheit, er gaukelt einem möglichen Angreifer ein viel größeres und gefährlicheres Tier vor.

Andere, größere Arten leben in losen Verbänden, in denen sich feste Paare (wie bei Vögeln) oder lose Beziehungen bilden können. Afrikanische Buntbarsche ziehen beispielsweise ihren Nachwuchs häufig gemeinsam auf, auch wenn die Männchen untereinander aggressiv auf ihre Anwesenheit reagieren.

Harnischwelse und Kampffische - Einzelgänger oder Familienväter?

Tatsächlich gibt es Fische, die in freier Natur außerhalb der Paarungszeit als Einzelgänger leben. Man sollte meinen, dass sich diese Arten für eine Einzelhaltung anbieten. Darunter fallen in der Heimaquaristik vor allem Kampffische (Gattung Betta) und Harnischwelse (Familie Loricariidae). Der Glaube, die Tiere seien Einzelgänger und somit für die Einzelhaltung geeignet, ist allerdings falsch.

In beiden Gruppen gibt es sowohl verträgliche als auch sehr territoriale Arten. Bei Letzteren kommt es beim Aufeinandertreffen von männlichen Tieren zu heftigen Kämpfen, die häufig mit dem Tod des Unterlegenen enden. Ähnlich kann es während der Paarungszeit auch Weibchen ergehen, die keine Rückzugsmöglichkeiten vor dem Männchen finden können. In freier Natur würden sich diese Fische aus dem Weg gehen, in den meisten Aquarien ist dies aufgrund der Größe jedoch nicht möglich.

Trotzdem ist eine Einzelhaltung dieser Fische nicht zu empfehlen. Entweder greift man hier auf Arten zurück, die weniger revierbezogen sind, oder man entscheidet sich für die Haltung eines Pärchens oder einer Haremsgruppe, sofern es keine große innerartliche Aggression zwischen weiblichen Fischen gibt. Außerdem sollte, insbesondere bei der Haltung von Gruppen, auf ein ausreichend großes Aquarium geachtet werden. Auch wenn die Haltung und Zucht der Fische in kleineren Becken gelingen mag, je mehr Platz und Versteckmöglichkeiten den Tieren zur Verfügung stehen, desto friedlicher können sie nebeneinander leben.

Wichtig ist allerdings, sich bewusst zu werden, wie man schließlich mit dem Nachwuchs umgeht, der sich aus dieser Haltungsform ergeben kann. Sollte man keinen Platz oder keine Abnehmer für Jungfische haben, sollte man auf eine Paar- oder Haremshaltung verzichten. Allerdings ergibt sich dieses Problem mitunter auch bei Schwärmen, denn irgendwann ist die Kapazität des Aquariums naturgemäß erschöpft. Hier ist es sinnvoll, sich das Problem möglichst vor der Haltung der Fische bewusst zu machen.

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Fazit: Auch Einzelgänger wollen Gesellschaft

Auch wenn es territoriale Fische gibt, die auf den ersten Blick eine Einzelhaltung erfordern, sollte man dennoch Strategien suchen, diesen Fischen ein naturnahes Leben zu ermöglichen. Wenn man nicht den Platz hat, um zwei Männchen einer territorialen Art zu halten, sollte man zumindest auf ein Pärchen oder eine Haremsgruppe zurückgreifen. Balzverhalten und Fortpflanzung gehören zum natürlichen Verhalten der Fische und auch einem Einzelgänger sollte sein volles Verhaltensspektrum ermöglicht werden. Sollte das von dem Platz, der einem zur Verfügung steht, nicht möglich sein, sollte man lieber auf die Haltung dieser Arten verzichten und bei entsprechenden kleinen Schwarmfischen bleiben.

Eine Alternative stellt auch die Haltung weniger territorialer Arten dar. Gerade bei Harnischwelsen ist die Auswahl an möglichen Tieren groß, auch wenn die Unterscheidung der Arten schwerfällt. Man sollte, wenn möglich überhaupt von der Idee eines einzelnen Fisches abrücken. Auch wenn ein einzelner großer Wels, Diskus oder ein Kampffisch-Männchen einen Blickfänger im Aquarium bietet, es wird mit seiner Rolle als Schmuckstück kaum glücklich werden.

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Maximo Luppert

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