Goldfische im Aquarium: wie hält man die beliebten Aquarienfische?Lesedauer: ca. 9 Minuten

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Goldfische im Aquarium: alle Infos zur Haltung der beliebten Goldfische im Aquarium

Goldfische zählen nach wie vor zu den beliebtesten Aquarienfischen im Kaltwasserbereich in Deutschland. Kein Wunder schließlich fasziniert Ihre prächtige goldene Färbung viele Aquarianer und dank der großen Auswahl an Zuchtformen, ist für jedes Becken die passende Sorte Goldfisch verfügbar.

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Zwar sind Goldfische im Allgemeinen keine äußerst pflegebedürftigen Aquarienbewohner und eher unkompliziert, trotzdem gibt es auch bei der Haltung von ihnen im Aquarium einiges zu beachten und die Haltung im Goldfischglas ist definitiv nicht angemessen. Wie man Goldfische im Aquarium hält, ab welcher Beckengröße du die Tiere halten kannst und mit welchen Fischen sie sich vergesellschaften lassen verrate ich dir im nachfolgenden Artikel.

Wie viele Goldfische lassen sich im Aquarium halten?

Die Anzahl der Goldfische, die du in deinem Aquarium halten kannst hängt natürlich stark von der Größe deines Beckens ab. Goldfische sind zwar relativ pflegeleicht und auch nicht sonderlich anspruchsvoll was die Wasserbeschaffenheit betrifft, jedoch verursachen sie extrem viel Schmutz und werden ziemlich groß, weshalb sie auf Dauer nicht für jedes Aquarium geeignet sind. Außerdem begrenzt auch die Art des Goldfisches die Menge an Tieren: so können manche der Tiere nur in Teichen gehalten werden, weil sie sehr groß werden. Auch Goldfische die für die Haltung im Aquarium geeignet sind können gute 20-40 Zentimeter groß werden, je nach Art. Die Struktur deines Beckens spielt bei Goldfischen eine untergeordnete Rolle, generell solltest du möglichst viel Schwimmfläche zur Verfügung stellen. So viele handelsübliche Goldfische (relativ kleinbleibende Art) kannst du grundsätzlich in deinem Aquarium halten:

Beckengröße Anzahl an Goldfischen
180-240 Liter Aquarium3-4  Goldfische
350-450 Liter Aquarium4-7 Goldfische
Goldfische Haltung im Aquarium

Wie hält man Goldfische im Aquarium?

Wie in der Tabelle oben bereits zu erkennen ist sind Goldfische deutlich zu groß für kleine Aquarien mit einer Kantenlänge von 60-80 Zentimeter. Stattdessen kann man ab einer Beckengröße von 112-120 Liter, sprich einer Kantenlänge von 100 Zentimeter darüber nachdenken Goldfische im Aquarium zu halten. Man sollte sich bewusst sein, wie groß die Tiere werden können (20-40 cm) und das es sich bei ihnen um Kaltwasserfische handelt, die den sonstigen Besatz von Fischen im Aquarium enorm einschränken. Außerdem sollte man sich bei Goldfischen im Klaren sein wie alt die Tiere tatsächlich werden können. Einige Arten können bis zu 20 Jahre alt werden.

Welche Wasserwerte sind für die Haltung von Goldfischen optimal?

Goldfische sind Kaltwasserfische die keine allzu großen Ansprüche an die Wasserbeschaffenheit haben. Das bringt natürlich den Vorteil mit, dass du gänzlich auf einen Regelheizer im Aquarium verzichten kannst – ein Kostenfaktor weniger. Mancher Aquarianer spricht zwar zugegeben davon, dass man an besonders heißen Tagen das Aquarien-Wasser mittels einer Kühlanlage kühlen muss, dies war bei mir jedoch nie nötig, denn die Tiere fühlen sich im Sommer auch in bis zu 24° warmem Wasser wohl. Generell sollte dein Aquarium über folgende Wasserwerte und Temperatur verfügen, um die Haltung der Tiere zu ermöglichen:

Temperatur16-22° Celsius
pH-Wert6,5 bis 8,2
dGH (Gesamthärte)6° bis 25° d
kH (Carbonathärte)6° bis 18° d
Goldfische Haltung im Aquarium

Mit welchen Fischen lassen sich Goldfische vergesellschaften?

Die Vergesellschaftung von Goldfischen ist vor allem im Aquarium keineswegs empfohlen. Das liegt ganz einfach daran, dass es sich bei den Tieren um sehr große Aquarien-Bewohner handelt, die unter anderem viel Schmutz produzieren. Mit dem Einsatz weiterer Aquarienfische hat man gerade in kleineren Becken schnell mit einem extrem hohen Ammoniak-Gehalt zu kämpfen, was den Goldfischen, sowie den meisten anderen Fischen schadet und nur mithilfe häufig stattfindenden Teilwasserwechsel zu bekämpfen ist. Hinzu kommt, dass sich bei Goldfischen um Kaltwasserfische handelt. Viele der Kaltwasserfische die mit Goldfischen vergesellschaftet werden könnten, werden deutlich zu groß für die Haltung im Aquarium. Aus diesem Grund gehe ich nicht weiter auf die Vergesellschaftung ein.

Beckenstruktur, Boden und Aquarium-Design

Auch wenn es durch Comics und TV-Serien gerne immer wieder impliziert wird ist die Haltung von Goldfischen im typischen Goldfischglas alles andere als artgerecht und grenzt fast an Tierquälerei. Die Tiere werden für das Glas schnell viel zu groß, wenn sie überhaupt groß werden und nicht schon vorher auf Grund der Vereinsamung durch die Einzelhaltung sterben. Wie oben bereits erwähnt werden Goldfische besonders groß und sollten deshalb auch nur in großen Becken gehalten werden. Ab einer Aquarium-Kantenlänge von 100 Zentimetern kann man die Haltung der geselligen und ruhigen Aquarienbewohner in Betracht ziehen. Dabei sollte natürlich auf die Größe der Tiere Rücksicht genommen und deshalb maximal viel Schwimmfläche geboten werden. Man sollte auf große Dekorations-Artikel, wie große Wurzeln oder Steine, die die Schwimmfläche im Aquarium einschränken könnten verzichten. Auch ist generell eine Bepflanzung mit echten Pflanzen sind nicht von Nöten, da Pflanzen auf dem Speiseplan der Goldfische stehen. Wenn Pflanzen unbedingt vorhanden sein sollen, dann kann man einige wenige Plastik-Pflanzen im Aquarium unterbringen – bei der Menge an Pflanzen sollte man wieder die Schwimmfreudigkeit der Goldfische berücksichtigen und somit keine dichte Bepflanzung erzielen. Plastikpflanzen erhält man in fast jedem Zoofachhandel – die folgenden Pflanzen verwende ich im Aquarium:

Als Bodengrund eignet sich für Goldfische mittelgrober-grober Kies – dieser repräsentiert am ehesten die Verhältnisse des natürlichen Habitats von Goldfischen. Die genaue Körnung des Kieses spielt dabei keine Rolle, schließlich dient dieser lediglich als Dekoration, denn die Tiere gründeln weder darin noch sollte er sich für eine Bepflanzung eignen.

Goldfische mit Pflanzen im Aquarium

Welche Technik benötigt das Goldfisch-Aquarium?

Die Technik die das Aquarium mit sich bringen sollte hält sich bei Goldfischen in Grenzen. Dank der Kaltwasservorliebe der Tiere kann man auf einen Regelheizer gänzlich verzichten. Ein Filtersystem muss vorhanden sein, welches optimaler Weise für größere Becken geeignet ist: so geht man sicher, dass der Filter mit einer starken Verschmutzung, wie sie durch Goldfische verursacht wird zurechtkommt.

Wovon ernähren sich Goldfische?

Goldfische besitzen kein Sättigungsgefühl, deshalb ist es besonders wichtig, dass man das Futter für die Tiere genau dosiert. Generell sollte man niemals mehr Futter zugeben als die Goldfische in einer Minute fressen können. Es ist sogar besser mehrmals am Tag kleinere Mengen an Futter zu verfüttern als einmal täglich eine besonders große. Ansonsten handelt es sich bei Goldfischen um keine besonders anspruchsvollen Aquarienbewohner wenn es um das Thema Futter geht. Tatsächlich fressen sie von Trocken- über Lebend- und Frostfutter so ziemlich alles. Natürlich sollte jedoch auch bei Goldfischen auf eine abwechslungsreiche Nahrung gesetzt werden: die Goldfische geben diese durch eine spürbar kräftigere Färbung zurück. Wichtig bei Goldfischen ist außerdem auf hochwertige Nahrungsmittel zu setzen. Da die Tiere, wie oben bereits erwähnt, über kein Sättigungsgefühl verfügen und dazu neigen zu viel zu fressen verfetten sie schnell, besonders dann wenn man minderwertiges Futter füttert. Verschiedenes Fischfutter vergleichen wir in unserem großen Aquarium Fischfutter Vergleich mit Kaufempfehlung!

Mein Tipp: besonders gerne frisst der Goldfisch Leben- und Frostfutter, wie Artemia, Weiße- und Rote Mückenlarven oder Daphnien. Dieses kannst du günstig bei Amazon kaufen:

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Goldfische während der Paarungszeit

Wie Züchtet man Goldfische?

Generell findet die Paarungszeit bei Goldfischen findet immer im Frühling statt: die kannst die Wassergegebenheiten des Frühjahrs aber ganz einfach im Aquarium simulieren. Zunächst sollte man die Wassertemperatur auf ca. 12° Celsius absenken, um sie dann Schritt für Schritt mithilfe eines Regelheizers auf eine Temperatur von 20-22 °Celsius (täglich 1-2 °Celsius) zu erhöhen. Du solltest den Goldfischen außerdem die oben beschriebenen optimalen Wasserwerte zur Verfügung stellen und einige buschige Pflanzen, am besten Plastik-Pflanzen im Aquarium einsetzen. Die Weibchen haften Ihre Eier an solchen Pflanzen an. Nun solltest man außerdem auf eine besonders hochwertige Ernährung setzen: bestenfalls fütterst man in der Paarungszeit ausschließlich Lebendfutter, wie Artemia, Daphnien oder Mückenlarven. Das erhöht die Chancen auf Nachzuchten enorm. Während der Paarungszeit werden die Weibchen von den Männchen regelrecht durch das Becken gejagt, so erkennt man ganz leicht ob die Paarungszeit begonnen hat. Ist es so weit und die Goldfische pflanzen sich fort, wird das Weibchen ihre Eier an einer Pflanze anheften, das Männchen befruchtet dann diese. Nach 4-7 Tagen schlüpfen die jungen Goldfische und können mit kleinem Lebendfutter wie Artemia Nauplien gefüttert werden.

Goldfische mit Jungtieren

Welche Goldfisch Varianten sind in Deutschland erhältlich?

Im deutschen Tierfachhandel sind mehr als 30 Arten meist dauerhaft erhältlich. Alleine im Herkunftsland der Tiere, in China, wo die Goldfischzucht sehr gern betrieben wird sind mehr als 400 Arten erhältlich. Teilweise grenzen die Zuchtformen an Tierquälerei: so sind einige der Arten so stark am Kopf oder an sonstigen Körperteilen deformiert, das sie niemals in freier Wildbahn überleben könnten. Dies hat in Deutschland auch zu einem Verbot diverser Zuchtformen geführt, jedoch sind alle in Deutschland erhältlichen Arten in der Regel als legale Zuchten einzustufen. Besonders beliebte Goldfisch-Arten, die man im Aquarium halten kann sind in Deutschland die Schleierschwänze, welche auch wiederum in zahlreichen Untergruppen existieren, der klassische Goldfisch (Carassius auratus), sowie der Rote Oranda, der sich durch eine besonders auffällige, weil große, Schwanzflosse auszeichnet.

Goldfische im Aquarium halten

Herkunftsland: wo kommen Goldfische vor?

Ursprünglich kommt der Goldfisch im ostasiatischen Raum vor. Doch da die Tiere bereits seit mehr als 1000 Jahren gezüchtet werden, haben sie sich auch in Europa weit verbreitet. So ist die Wahrscheinlichkeit nicht gerade gering, dass beim Abfischen eines Angel-Weihers oder beim Stilllegen eines Sees auch große Goldfische zum Vorschein kommen, welche von Ihren Besitzern in die Teiche gegeben wurden.

Fazit: Goldfische im Aquarium halten ist nicht optimal

Goldfische sind pflegeleichte Zierfische, die besonders beliebt sind: nicht selten wird, vor allem in Filmen/Serien, die Haltung im typischen Goldfisch-Glas angepriesen. Das ist für die Goldfische, die mit bis zu 35 Zentimetern Körperlänge extrem groß werden können, jedoch alles andere als eine artgerechte Haltung. Als Becken sollte den Tieren eine Kantenlänge von mindestens 100 Zentimetern, sprich im Standard-Ausmaß ein 180-240 Liter Aquarium zur Verfügung gestellt werden. Goldfische können gerade in kleinen Aquarien nur schwer vergesellschaftet werden, was einerseits an der Größe der Tiere und andererseits an der Vorliebe nach kaltem Wasser liegt: Kaltwasserfische werden meist deutlich zu groß und sind somit für die Haltung im Aquarium ungeeignet. Da die Tiere kein Sättigungsgefühl erhalten sollte das Futter gut dosiert werden, ansonsten sind die Tiere nicht besonders wählerisch.

Goldfische im Video

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Über mich

Maximo

Hi, ich bin Maximo, Aquarianer aus Leidenschaft. Mit diesem Blog versuche ich Anfängern den Einstieg in die Aquaristik zu erleichtern; ihnen die Pforten zu einem tollen Hobby zu öffnen!

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