Aquarium aufstellen und einrichten

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Aquarium aufstellen und einrichten: unser Guide bis zum ersten Fisch!

Endlich: Du hast lange mit Dir (und vielleicht auch gegen Deine Frau) gekämpft und Dich nun für ein Aquarium entschieden - aber was nun? Schon vor dem Kauf des Aquariums gibt es einiges zu beachten, von der Auswahl der richtigen Beckengröße bis hin zum richtigen Standort sind viele Entscheidungen zu treffen. Aber auch nach dem Kauf eines Becken sind viele Stolperfallen zu umgehen; so wird gerne; vor allem von übereifrigen Verkäufern die Einlaufphase übersehen und mit den ersten toten Fischen hat sich die Lust an Aquaristik schnell verloren. Zugegeben: das wäre wohl der worst case. Trotzdem empfiehlt es sich den nachfolgenden Guide vollständig zu Lesen um eventuelle Anfängerfehlern zu umgehen.

Die richtige Größe des Beckens wählen

Sie richtet sich nach den Platzverhältnissen in der Wohnung und natürlich auch nach dem zur Verfügung stehenden Budget. Ein einfaches Aquarium von 60 cm Länge kostet mit aller Technik zur Zeit etwa EUR 50-150, ein 120cm langes Becken sicher um die EUR 450. Besonders wichtig sind die Ausmaße des Beckens: einen Raum von unter 20 m² Fläche stattet man mit einem Becken unter 1,20 m Länge aus und einen Raum von unter 10 m² Fläche stattet man mit einem Becken unter 80 cm Länge aus. Gerne werden auch Sitzecken durch ein Aquarium ersetzt. Hierbei gilt, dass dreiecksförmige Aquarien schwieriger zu gestalten sind als normale Becken, da die Fische auf gleicher Menge Wasser deutlich weniger Schwimmraum haben.

Wenn man eine bestimmte Art von Fischen oder eine bestimmte Gruppe pflegen möchte, so richtet sich die Größe nach den Bedürfnissen dieser Zierfische. Ein größeres Becken ist verhältnismäßig einfacher zu pflegen als ein kleineres, weil die notwendigen Pflegearbeiten meist weniger häufig anfallen. Wenn es sich irgendwie verwirklichen lässt, so solltest Du mit einem Becken von wenigstens 80 cm Länge (ca. 120 Liter Wasserinhalt) beginnen. 

Skalare im Aquarium

Die Wahl des Standorts

Die Anpassung der Beckentypen an die Wohnungseinrichtung ist durch die modernen Glasaquarien, deren Scheiben mit Silikonkautschuk verklebt sind, einfach geworden. Auch das vielseitige Aquarienmöbelprogramm der Industrie passt sich den verschiedenen Holzarten und Stilrichtungen gut an. Bevor man das Aquarium aber aufstellt, sollte man folgende Gesichtspunkte berücksichtigen:  

  • Standort nicht zu sonnig wählen, da die Sonne einerseits eine große Aufheizung bewirkt und maßgeblich zum Algenwuchs beiträgt. Moderne Aquarienbeleuchtung ist vom Tageslicht unabhängig.
  • Das Becken nicht direkt an, über Heizkörpern oder an einem Ofen aufstellen. 
  • Ein Ausguss, Waschbecken oder WC sollten mit einem Schlauch (bis ca. 15 m) in erreichbarer Nähe sein. Der Wasserwechsel mit dem Eimer wird sonst leicht zu Mühe - man unterlässt bald die Pflegearbeiten, die für Fische und Pflanzen unverzichtbar sind. 
  • Stromanschluss sollte direkt neben oder hinter dem Becken liegen. Bestenfalls gleich eine (wasserfeste) Mehrfachsteckdose besorgen. 
  • Das Becken sollte nicht gerade in der nähe des kostbaren Perserteppichs aufgestellt werden, da einige Wasserspritzer während der Reinigungsarbeiten kaum vermeidbar sind. 
  • Vor allem bei großen Becken (über 160 cm) sollte die Tragfähigkeit des Bodens beachtet werden. Die Füße eines Aquariumständers dürfen bei einer Altbauwohnung nicht gerade in der Mitte der Dielenbretter zwischen den Trägerbalken zu stehen kommen. Man kann die Länge der Balken durch abklopfen ermitteln; die Nagelreihe lassen die Lage der Balken ebenfalls erkennen. Außerdem können sich bei Kunststoffböden die Füße eines Ständers leicht in den Boden drücken. Deshalb legt man sog. Klavieruntersetzer unter die Füße und bringt das Becken in Waage. 

Ein Aquarium mit Wasser ist sehr schwer, z.B. wiegt ein Meter-Becken mit 180 Liter Wasser inklusive Kies/Sand und Dekoration ca. 200 kg. Ein wackeliger Tisch oder ein nicht verstärktes Anbauregal reichen hierfür schon nicht mehr aus. Systemregale der verschiedenen Hersteller haben meist die die lichte Weite von 80, 100 oder 120 cm. Falls sie beabsichtigen, ein Becken in ein solches Regal einzustellen, müssen Sie vor dem Beckenkauf in jedem Fall die Gebrauchsanweisung und die Technischen Daten dieses Regals prüfen, um sicherzustellen, dass das Regal die Last des Aquariums trägt. 

Füllhöhe in cmGewicht des Wassers in kgGesamtgewicht in kg
51224
358496
45108120

Das Aquarium wählen - Beckentypen im Vergleich

Folgende Beckentypen sind im Handel erhältlich: 

  • Ganzglasaquarien (silikonverklebt)
  • Ganzglasaquarium mit Kunststoffrahmen
  • Plexiglasbecken
  • Eloxiertes Aluminiumrahmenbecken 
  • Eisenrahmenbecken, kunststoffisoliert 
  • Verchromtes Eisenrahmenbecken 
  • Vollglasaquarium 
  • Eternitbecken mit Frontscheibe 

Ich empfehle Dir ein Ganzglasaquarium (silikonverklebt oder Kunststoffrahmen). Hier gibt's noch mal die einzelnen Beckentypen im Vergleich: 

BeckentypVorteile

Nachteile

Ganzglasaquarium (silikonverklebt)✓ modern, passt überall✗ Schwer, Kanten stoßen leicht ab
Ganzglasbecken (Kunststoffrahmen)✓ idealer Beckentyp (Preis-Leistung)✗ billige Becken fallen manchmal schnell auseinander 
Plexiglasbecken✓ Sehr leicht
✓ Gebogene Formen möglich 
✗ Kunststoff anfällig für Kratzer
Eloxiertes Aluminiumrahmenbecken ✓ Scheiben leicht auswechselbar 
✓ Passende 
✗ Undichte Becken sind schlecht nachzukitten
Eisenrahmenbecken ✓ Preiswert✗ nach einigen Jahren Rost
✗ Nicht für Meerwasser geeignet
Verchromtes Eisenrahmenbecken ✓ Preiswert
✓ Optik
✗Chrom verblasst schnell 
✗ Rost nach einigen Jahren
Vollglasaquarium✓ Handlich
✓ gutes Zuchtbecken 
✗ Können springen
✗ Beschädigungen durch Anecken
Eternitbecken ✓ Robuster als Glas 
✓ Als Miniteich geeignet 
✗ Schwer
✗ unhandlich 
✗ Schutzanstrich benötigt

Meine Empfehlung: 60 Liter Aquarium Komplettset

Meine Empfehlung: 240 Liter Aquarium Komplettset

Die Bedürfnisse der Fische berücksichtigen

Die Fische kümmert es natürlich nicht wie das Becken von außen aussieht. Es soll maximal geräumig sein, genügend Schwimmraum bieten und der Artgröße angepasst sein. Pauschal kann man folgende Arten folgende Beckentypen zuordnen: 

  • Welse und Labyrinthfische verlangen im allgemeinen flache und tiefe Becken mit großer Oberfläche.
  • Salmler, Danios und die meisten Schwarmfische wollen möglichst lange Becken zum Ausschwimmen, die sog. "Rennbecken". Tief dürfen sie außerdem sein.
  • Scalare gedeihen am besten in hohen Becken 
  • Alle anderen Arten und Gruppen begnügen sich mit den Beckentypen die man ihnen anbietet. In jedem Fall sollte die Mindestlänge beachtet werden. Je breiter (tiefer) ein Becken ist, desto mehr Platz gibt es für Pflanzen her und desto größer ist die Wasseroberfläche: beides wichtige Faktoren für die Gesundheit der Fische. 

Den Bodengrund wählen: Kies oder Sand? 

Als Pflanzenliebhaber müssen wir dem Bodengrund natürlich besondere Bedeutung zutun, schließlich entscheidet die Qualität über Wachsen oder Kümmern der Pflanzen. Die meisten Fische stellen keine besonders hohen Ansprüche an den Bodengrund. Oft soll er lediglich dunkel und nicht zu scharfkantig sein. Einige Arten verlangen zwar Sand zum Gründeln, in welchem sie nach Nahrung und Detritus (zerfallene tierische und pflanzliche Stoffe) suchen. Schließlich soll er nicht metallhaltig und nicht kalkhaltig sein. Den Kalkgehalt im Bodengrund kann man leicht feststellen. Mann nimmt eine kleine Probe und fügt etwas "Kalk Entferner" (Salzsäurehaltig) hinzu. Entsteht Schaum befindet sich Kalk im Bodengrund. Kalk an sich ist nicht schädlich, aber er härtet das Wasser auf, was die meisten Fische nicht mögen und die Pflanzen erst recht nicht ertragen können. 

Geeigneter Bodengrund:Ungeeigneter Bodengrund:

✓ Grober Sand von ca. 2 mm Ø 
✓ Feiner Kies von 3-5 mm Ø 
✓ Quarzkies
✓ Lavagrund
✓ Basaltsplit
✓ Flußkies

✗ Marmorkies (kalkhaltig)
✗ Erde
✗ Bimsstein (schwimmt)
✗ Dolomitbruch (kalkhaltig)
✗ Korallenkies (kalkhaltig)
✗ Seesand (salz- und kalkhaltig)
✗ Muschelbruch (kalkhaltig)

Wie viel Sand/Kies braucht mein Aquarium? 

Um die gewünschte/richtige Menge an Kies/Sand zu ermitteln empfehle ich Dir einen Kies-Kalkulator. Generell empfehle ich Dir eine Schicht von 4-6 cm Sand/Kies. 

 

Kiesreinigung

Für kleine Becken bis 60 cm reicht zur Reinigung ein großes Küchensieb, in das jeweils zwei Tassen Kies/Sand gegeben werden , den man unter fließendem Wasser gründlich durchspült. Größere Kiesmengen reinigt man am besten draußen mit einem Gartenschlauch im Eimer oder auf einem großen Sieb durchwaschen. Der Eimer wird dabei zur Hälfte mit Kies/Sand gefüllt und der Schlauch bis auf den Grund gehalten. Mit dem Schlauch und der Hand wird jetzt so lange kräftig gerührt, bis oben nur noch klares Wasser abfließt. Je besser Kies/Sand gewaschen wird, desto weniger trübes Wasser hat man nach der Erstbefüllung. 

Welcher Dünger soll unter die Kies-/Sandschicht?

Da Kies und Sand meist kaum noch Nährstoffe enthalten, müssen sie zusätzlich gedüngt werden, um später im Aquarium ein optimales Pflanzenwachstum zu erzielen. Zur Bodengrunddüngung gibt es verschiedene Möglichkeiten: 

  • eine 1-2 cm hohe Lage grober, ungewaschener Bausand. Das hat den Nachteil, dass diese Bodenschicht nach 1-2 Jahren verstopft, sodass der Bodengrund erneuert werden muss. Über diese Sandschicht kommt die Kies- /Sandschicht (4-6 cm).
  • Kies mit einem Bodengrunddünger (z.B. Tetra, JBL) vermischen (60 Kies/40 Dünger) und als erste Schicht ca. 3 cm hoch auf den Beckenboden schichten. Darüber kommt die Kies- /Sandschicht (4-6 cm).
  • Düngekugeln alle 5-10 cm in die Kies-/Sandschicht zugeben. Diese Methode lässt sich auch ganz einfach bei bereits betriebenen Becken nachholen.

Technik und Zubehör fürs Aquarium

Neben dem Bodengrund und der Wahl des richtigen Beckentyps spielt die Wahl der richtigen Technik und des passenden Zubehörs eine essentielle Rolle beim aufstellen eines neuen Aquariums. Nachfolgend behandeln alles technische: von Lampe, Innen und Außenfilter bis hin zum Heizthermostat.

Die Wahl der Lampe: LED, T5 oder doch T8?

  • Leuchtstofflampe - T5 und T8: Ihre Leuchtkraft richtet sich generell stark nach dem Reflektor. Deal wäre ein verspiegelter Leuchtkasten oder wenigstens einer, der innen weiß ist. Steht nur ein innen dunkler Leuchtkasten zur Verfügung, kann man in diesen leicht Alufolie einkleben. Das verbessert die Lichtausbeute um bis zu 50%. Die Brenndauer der Leuchtstoffröhre beträgt ca. 12.000 Stunden. Bereits nach einem Jahr nimmt jedoch die Leuchtkraft ständig ab. Nach eineinhalb bis zwei Jahren beträgt die Leuchtkraft nur noch rund 80%. Deshalb sollten die Leuchtstoffröhren nach spätestens zwei Jahren ausgetauscht werden. Generell gilt: T5 verbraucht deutlich mehr Strom als T8, sind dafür deutlich günstiger zu erwerben.
  • LED: Die LED setzt ihrem Siegeszug auch in der Aquaristik fort. Zwar sind die Anschaffungskosten teils sechsfach so hoch brennt sie jedoch auch locker sechsfach so lange. Dabei bewirkt sie jedoch meiner subjektiven Meinung entsprechend ein deutlich schöneres und lebendigeres Farbbild und erfreut nicht selten durch zusätzliche Beigaben wie einen Tag-Nacht-Wechsel, Dimmbarkeit oder Farbwechsel.
Aquarium Passende Lampe WattBenötigt Anzahl Röhren
Länge in cmLiter InhaltLänge in  mm
30
40
50
60
80
100
110
130
160
12
25
35
65
110
180
220
325
480
212
288
438
517
590
895
970
1200
1500
6
8
15
13
16
30
25
40
65
1
1
1
2
2
3
4
4
4

Heizthermostat: die verschiedenen Heizsysteme im Überblick

Jedes Lebewesen braucht Nahrung und Wärme. Das eine mehr, das andere weniger.Tropische Fische brauchen mehr Wärme, als unsere einheimischen, denn ihr Organismus ist den tropischen Wärmeverhältnissen angepasst. Für die meisten der tropischen Arten gibt es einen Mittelbereich, in dem sich alle wohlfühlen. Dieser liegt bei 24-26°C; einheimische Fische halten sich am besten bei 12-20°C; Goldfische bei 18-22°C; ausgesprochene Kaltwasserfische aus Gebirgsbächen vertragen niedrigere Temperaturen von 8-12°C.  Zu geringe Temperaturen schaden den Tieren mehr, als zu hohe. Letztere beeinträchtigt jedoch häufig die Lebendauer, Fruchtbarkeit und Farbenpracht der Zierfische. Bei der Auswahl der Fische in einem Gesellschaftsaquarium sollte man also definitv die Temperatur als Schnittstelle berücksichtigen und in jedem Fall ein konstante Temperatur gewährleisten. Zum Glück gibt es dafür Heizthermostate, die unser aller Leben erleichtern.

  • Der Stabheizer: Der Aquariumheizer ist weiterhin als sandgefülltes Glasrohr mit einer Heizspirale bekannt. Diese Stabheizer gibt es in unterschiedlichen Wattstärken von 10-500 Watt. Der Vorteil dieser Heizer ist der geringe Preis. Der Nachteil ist in den relativ hohen Oberflächentemperturen bei geringer Heizkörperoberfläche zu suchen.
  • Der Reglerheizer: Das am häufigsten verwendete Heizgerät ist ein kombinierter Regler mit Heizer in einem Glasrohr. Die meisten Geräte sind "stehend" zu verwenden. In Europa werden gut abgedichtete Geräte verkauft. In den USA und Japan z.B. werden auch solche Geräte angeboten, die nur eine Kappe mit Regeleinrichtung aus Hartplastik haben, durch die schnell einmal Wasser eindringen kann. Die Heizgeräte sind dauerhaft und nahezu unbegrenzt haltbar - nur darf man das Glasrohr nicht an die Beckenkante schlagen. Eine Schwankungsbreite von 1-2°C ist für die Beckenbewohner nicht schädlich.
  • Bodengrundheizer: Heizkabel im Bodengrund zu verlegen, ist eine in der Terraristik altbekannte Methode. Natürlich ist diese Variante nur für Neueinrichtungen zu empfehlen. Der Bodengrundheizer wird über Saugnäpfe an der Bodenplatte befestigt. Darüber wird direkt der Aquarienkies geschichtet.
  • Außenfilter mit Regelheizer: gleiches Prinzip wie beim Regelheizer, nur das dieser bereits im Außenfilter integriert ist.

Wie viel Watt Heizleistung benötigt mein Regelheizer? In geheizten Räumen soll die Leistung des Heizers 1/3 - 1/2 Watt pro Beckenliter betragen.

Die Aurienfilterung: Außen- oder Innenfilter?

Welche Filtergröße für mein Aquarium?

Die Filtergröße wird in erster Linie der Größe des Aquariums, der Anzahl der Zierfische und damit der Menge des anfallenden Schmutzes anzupassen sein. Im allgemeinen gilt: Je größer, desto besser. Für Pflanzenaquarien trifft das jedoch nicht zu. Diese sollten eher schwach gefiltert und dafür nur sehr sparsam mit Fischen besetzt werden!

Die Filterleistung soll sich nach den gleichen Kriterien, an erster Stelle jedoch nach dem Volumen des Beckens richten. Ein schwach besetztes 100 Liter Aquarium kann ohne weiteres mit einem Filter schwächerer Leistung auskommen als ein 60 Liter Becken mit starker Besetzung. Als Faustregel sollte das Filtervolumen so groß wie möglich sein und die Leistung pro Stunde etwa der Hälfte des Beckenvolumens entsprechen.

Tabelle: Filterleistung für 100 Liter Aquarien

Beckenbesetzung1 cm Fischlänge auf x Liter WasserFilterleistung pro StundeFiltervolumen Minimum 
Schwach
Normal
Stark
Überbesetzt
5
2-3
1
0,5
50
100
150
über 200
500 ml
1 Liter
2 Liter
4 Liter

Filtervorschläge:

Für (Zucht)Becken bis 60 Liter: Schaumstoffpatronenfilter oder Kunststoff-Eckfilter. 

Meine Empfehlung: 

Bis 300 Liter Becken (auch 180 und 240 Liter): Kreiselpumpen-Topffilter mit 300 Liter Leistung. Gerne auch Außenfilter oder vom Beckenhersteller eingebaute Biofilter.

Meine Empfehlung: 

Für mittlere Becken bis 150 Liter: Tauchkreiselpumpe, Kreiselpumpen-Topffilter oder Schaumstoffpatronenfilter. 

Meine Empfehlung: 

Für Großbecken ab 300 Liter: Kreiselpumpen-Topffilter mit 500 Liter Leistung und darüber oder ein ins Becken eingebauter Biofilter. Außerdem praktikabel: Filterbecken!

Meine Empfehlung: 

Die Dekoration: Welche Steine und welches Holz im Aquarium? 

Wenn man sich darüber klar ist, welche Fische man halten will, so ist es einfach die Dekoration für das Becken zu wählen. Neben Steinen, Wurzeln, Holz, Korkrinde, Schieferplatten und auch Plastikterrassen, die man fertig kaufen kann, sind Pflanzen die hauptsächliche Dekoration. Eine Ausnahme bilden Becken für pflanzenfressende Fische und afrikanische Cichliden. Als Dekorationsstoffe eigenen sich vor allem natürlich Materialien: 

Steine

  • Basalt
  • Porphyr
  • Granit
  • Buntsandstein (nicht kalkhaltig)
  • Lavastein
  • Schiefer
  • Steinholz
  • Blumentopf

Ungeeignete Steine sind

  • Marmor
  • Kalkstein
  • Dolomit

Holz

  • Wurzeln aus dem Moor (Moorkienholz) 
  • Mangrovenholz
  • Tonkingstäbe zur Nachahmung von Schilfrohrdickicht 
  • Bambusstäbe
  • Kokosnussschalen 

Ungeeignetes Holz ist: 

  • Nadelholz
  • Holz von Büschen

Außerdem ungeeignet als Dekoration: 

  • Metall jeder Art

Dekorationsmittel kann man auch in der freien Natur sammeln. Besonders schön gefärbte Kieselsteine vom Sonntagsausflug sind nicht nur billig, sie sind auch eine bleibende Erinnerung. In den Bachbetten unserer Mittelgebirge, in Kiesgruben oder Steinbrüchen findet man allerhand brauchbares Material. Knorriges Wurzelholz aus dem Bach mag zwar sehr skurril aussehen, ist als Dekoration aber meist ungeeignet, da das zwar gewässerte und manchmal auch schon ausgeblichene im warmen Aquarienwasser schnell fault und bald schimmelt. Moorkienholz hingegen hat jahrelang in Torf, also in stark saurem Boden, unter Luftabschluss gelegen. Fäulnisherde sind in einem solchen Holz nicht mehr enthalten.

Vor dem Verwenden kann man solches Moorkienholz in einem Topf abkochen, um die darin enthaltene Luft entweichen zu lassen. Größere Stücke kann man auch unter der Dusche mit heißem Wasser abbrausen. Außerdem beschwert man das Holz mit Steinen oder bindet es mit Kabelbinder fest, sodass es die Position hält. 

Das Aquarium einrichten - Schritt für Schritt:

Die einzelnen Schritte sind wir in den vorangegangen Kapiteln bereits durchgegangen. Zusammenfassend werden hier noch mal die wesentlichen Punkte durchgegangen und in der üblichen Reihenfolge aufgezählt: 

  1. Richtigen Standort wählen
  2. Fischgesellschaft zusammenstellen
  3. Becken säubern und auf Dichtigkeit prüfen
  4. Je nach Bedarf die Rückwand bekleben oder 3D-Rückwand einsetzten. 
  5. Unter das Aquarium eine Styroporplatte (1 cm Dicke) oder eine Filzplatte legen
  6. Bei Verwendung einer Heizplatte wird diese unter die Styropor-/Filzplatte gelegt
  7. Kies waschen
  8. untere Kies-/Sandschicht mit Bodengrunddünger vermengen
  9. Sauberen Kies/Sand darüber schütten
  10. Dekoration anbringen
  11. Becken ein Viertel mit Wasser füllen. Damit der Bodengrund dabei nicht aufgewühlt wird, kann man einen Teller auf den Bodengrund stellen. Man kann auch erst die Pflanzen einpflanzen und dann Wasser zugeben.
  12. Pflanzen einsetzten: Für ein neu eingerichtetes Aquarium nimmt man am besten schnellwachsende Pflanzen Hygrophila, Vallisnerien, Wassersternen und Schwertpflanzen. An Pflanzen sollte nicht gespart werden, da wenige Pflanzen mit dem biologischen Ungleichgewicht eines neu eingerichteten Beckens nicht fertig werden.
  13. Heizer bzw. Regelheizer anbringen. Sofern kein Thermofilter oder keine Heizmatte verwendet wird. Der Regelheizer wird in einer hinteren Ecke mit Saugnäpfen befestigt
  14. Filter einbauen
  15. Gesamte Wassermenge einfüllen
  16. Filter und Regelheizer in Gang setzten 
  17. Beleuchtung aktivieren und gleich mit einer Zeitschaltuhr den Beleuchtungszeiten anpassen: in der Einlaufphase empfehlen sich 8-10h am Tag
  18. Wasserwerte prüfen
  19. Falls vorhanden das Becken mit Filtermedien eines eingefahrenen Aquarium "beschmutzen". Dadurch kann die Einfahrzeit deutlich reduziert werden. 

Die ersten Fische und Schnecken - wie akklimatisiert man Lebewesen?

Nach zwei bis drei Wochen können die ersten Schnecken eingesetzte werden und nach vier-fünf Wochen die ersten Fische. Hierbei kann man sagen: je länger man wartet, desto sicherer ist es für die Fische. Nützliche Bodenbakterien, die sich auch in Filtermedien entwickeln brauchen einige Wochen, um in der Lage zu sein, stickstoffhaltige Produkte, die die Fische ausscheiden, abzubauen. Der Plastikbeutel, indem Du die Fische nach Hause bringst, wird für 5 Minuten auf die Wasseroberfläche gelegt, damit sich die Fische an die Wassertemperatur gewöhnen. Danach werden alle 5 Minuten etwa 200 ml Wasser vom Aquarium in den Beutel getröpfelt. Wasser gibt man ca. 6-8 hinzu, sodass dieser Prozess in etwa 40 Minuten in Anspruch nehmen sollte. Danach können die neuen Aquarienbewohner ins Becken-Wasser entlassen werden.

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Über mich

Maximo

Hi, ich bin Maximo, Aquarianer aus Leidenschaft. Mit diesem Blog versuche ich Anfängern den Einstieg in die Aquaristik zu erleichtern; ihnen die Pforten zu einem tollen Hobby zu öffnen!

3 Kommentare

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  • […] Wie man ein Aquarium aufstellt und einrichtet haben wir Dir bereits in unserem großen Guide gezeigt. Jetzt geht's endlich an den Besatz deines 400-450 Liter Aquariums! Es war eine gute Wahl sich für ein solch großes Becken zu entscheiden, denn mit einer Länge von 1,2 Metern – 1,5 Meter und einer Höhe von über 65 Zentimetern bietest du vielen verschiedenen, spannenden Zierfischkombinationen Platz und kannst sicher den ein anderen Aquaristik-Traum, wie eine sehr große Gruppe and Salmlern Realität werden lassen. Sicher wird sich der ein oder andere Aquarianer nun fragen, warum ich Besatz Beispiele für die deutlich kürzeren 350 Liter Becken mit den 450 Liter Becken in einem Artikel beschreibe: das liegt ganz einfach an der Höhe von 65 Zentimetern, die genau die gleichen Besatzvorschläge zulässt – in reduzierter Quantität, versteht sich. […]

  • […] Wie man ein Aquarium aufstellt und einrichtet haben wir Dir bereits in unserem großen Guide gezeigt. Im nächsten Schritt solltest Du Dir um einen harmonischen Fischbesatz Gedanken machen. Das 100 liter – 125 liter Aquarium bietet bereits ausreichend Platz um Interessante Besatz-Beispiele und Zierfischkombinationen realität werden zu lassen. Denn dank einer Beckenlänge von 80cm und einer Höhe von 40cm bietet man dem Fischbesatz bereits ordentlich Schwimmraum. Außerdem sind 100 liter – 125 liter Aquarien sehr gut für Einsteiger geeignet. Im Gegensatz zu dem etwas kleineren 60 liter Aquarium verzeihen Sie relativ viele Anfängerfehler, die schnell durch falsches Düngen oder Nachlässigkeit bei der Pflege des Aquariums entstehen. Aber vor allem beim Fischbesatz entstehen die meisten Fehler. Welche Fische in Dein 110l -125 – Aquarium passen, zeigen wir Dir im nachfolgenden Artikel mit vielen verschiedenen Einrichtungs- und Besatzbeispielen für Dein Aquarium. […]

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