Fiederbartwelse im Aquarium halten: alles über MochokinaeLesedauer: ca. 7 Minuten

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Fiederbartwelse im Aquarium halten - so gehts

Fiederbartwelse (Mochokinae) sind eine Familie beliebter Aquarien-Welse. Die kleinsten Verwandten dieser Art können bereits in relativ kleinen 240 Liter Aquarien gehalten werden. Bedenkt man, dass viele Welse erst in deutlich größeren Aquarien gehalten werden können, so lässt sich die Popularität der Zierfische schnell nachvollziehen.

Welche Fiederbartwels-Arten die beliebtesten sind, wie du Fiederbartswelse erfolgreich im Aquarium haltest, was die Tiere fressen und wie eine Zucht gelingen kann verraten wir dir im nachfolgenden Aquarium-Ratgeber Artikel.

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Wichtiges über den Fiederbartwels in Kürze:

  • Die beliebtesten Arten sind der rückenschwimmende Kongowels, welcher in Rückenlage schwimmt und der Kuckuckswels, welcher aus dem Tanganjikasee stammt und ein ganz besonderes Brutverhalten aufweist: Er verteilt seine Eier an maulbrütende Buntbarsche.
  • Zwergfiederbartwelse sind ideal für kleine Aquarien. Der marmorierte Fiederbartwels erreicht hingegen eine Endgröße von 25 Zentimetern und benötigt wesentlich mehr Raum.
  • Der Fiederbartwels ist zwischen 11 und 30 Zentimetern groß und hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 Jahren.
  • Fiederbartwelse kommen in Afrika vor
  • Fiederbartwelse sollten in Gruppen von mindestens 5 Tieren gehalten werden
  • Erschrecke dich nicht vor knurrenden und knackenden Geräuschen. Diese löst der Federbartwels mit seiner Brustflosse aus.

Fiederbartswels schwimmt im Aquarium

Die beliebtesten Fiederbartwels-Arten im Portrait

Der Fiederbartwels ist in Afrika beheimatet und gehört zur Familie der Mochokinae und hat somit weitere Artverwandte. Trotz der artverwandten Nähe zu anderen Welsen, den Mochokinae, hat der Fiederbartwels optische Unterscheidungsmerkmale. Hierin begründet sich auch die Namensgebung des Fiederbartwels, denn dieser hat gefiederte Barteln, sodass man diese Art der Mochokinae, schnell von anderen Artgenossen unterscheiden kann, dank seiner signifikanten äußerlichen Erscheinungsmerkmalen. Die Bezeichnung „Mochokinae“, ist eine länderspezifische Begrifflichkeit und ist ein Sammelbegriff für Fischarten umseits des Nils, die von Einheimischen herkommt. „Mochokinae“ ist eine Ableitung des afrikanischen Wortes „Mochock“.

Fiederbartswels schwimmt im Aquarium

Der Hochflossen-Fiederbartwels (Synodontis eupterus)

Der Hochflossen-Fiederbartwels wird auch Federflosse oder Schmuckflossen-Fiederbartwels genannt. Er gehört zur Gattung Synodontis und ist mit 22 Zentimetern der Größte unter der Rasse. Ob es sich bei dem Wels um ein Männchen oder Weibchen handelt ist nur schwer zu erkennen. Die hohe Rückenflosse ist ein typisches Markenzeichen für den Fiederbartwels. Die Hartstrahlen im vorderen Bereich sind sehr lang dadurch wirkt die Rückenflosse dreieckig.

Die jungen Tiere habe eine weiße und wellenförmige Linie auf der Schwanzflosse. Auch beidseits der Fettflosse. Die weißen Linien sind von einem dunklen Saum umgeben. Je älter der Fisch, desto mehr lösen sich die Linien in Punkten ab.

Ausgewachsene Fische verfügen über kleine, dunkle Punkte am ganzen Körper. Die Grundfarbe des Fisches ist olivbraun.

Fiederbartswels schwimmt im Aquarium

Der Zwergfiederbartwels (Microsynodontis batesii)

Der Zwergfiederbartwels ist der kleinste Vertreter unter den Mochokinae. Er erreicht nur eine Größe von rund 9 Zentimetern und hält sich meist in Bodennähe auf. Äußerlich weisen die Tiere eine relativ dunkle Grundfärbung auf, welche sich durch einige kreisförmige, goldene Zeichnungen abhebt.

Wo kommen Fiederbartwelse vor?

Der Fiederbartwels stammt ursprünglich aus Afrika und ist dort weit verbreitet. Er ist in den Flussgebieten Niger, Volta dem Mittellauf des Nils aufzufinden. Seit 1990 ist dieser auch in der Aquarienkultur vertreten.

Fiederbartswels schwimmt im Aquarium

Welche Wasserbeschaffenheiten bevorzugt der Fiederbartwels?

Fiederbartwels unterteilen sich in zwei Gruppen, wenn es um die Wasserparameter geht. Die Westafrikanischen Tiere bevorzugen folgende Wasserwerte:

  • Wassertemperatur: 23° C – 28° C
  • pH-Wert: 6,0 – 7,0
  • Gesamthärte: 2° – 25° dGH

Während die ostafrikanischen Arten eher hartes Wasser bevorzugen:

  • Wassertemperatur: 23° C – 28° C
  • pH-Wert: 7,0 – 8,5
  • Gesamthärte: 2° – 25° dGH

Fiederbartwelse bevorzugen also teilweise weiches, teilweise hartes Wasser. In jedem Fall sollte die Herkunft der Tiere bei der Vergesellschaftung im Aquarium berücksichtigt werden, da viele der im Zoofachhandel erhältlichen Zierfische eher weiches Wasser bevorzugen.

Fiederbartswels schwimmt im Aquarium

Wie hält man Fiederbartwelse im Aquarium?

Fiederbartwelse sollte unbedingt in Gruppen gehalten werden. Eine Gruppe sollte mindestens 5 Tiere aufweisen – je mehr Fiederbartwelse man einsetzt, desto ausgeprägter ist deren Sozialverhalten zu beobachten.

Das Aquarium sollte in jedem Fall ausreichende Versteckmöglichkeiten aufweisen, denn viele der Fiederbartwelse sind nachtaktiv und benötigen für die Dauer des Tages einen Unterschlupf. Hierfür können Moorkienholzwurzeln oder Steine/Findlinge, welche auch im natürlichen Verbreitungsgebiet vorkommen, eingesetzt werden. Außerdem sollte man auf eine dichte Randbepflanzung setzen, in welcher sich die Tiere verstecken können.

Wird den Tieren kein ausreichend abgegrenztes Aquarium mit vielen Versteckmöglichkeiten geboten oder werden die Tiere in zu kleinen Aquarien gehalten, so sind sie nicht in der Lage Reviere abzustecken und werden untereinander aggressiv.

Hochflossen Fiederbartswels schwimmt im Aquarium

Hochflossen-Fiederbartwels

Der Hochflossen-Fiederbartwels bevorzugt die schwimmende Rückenlage. Außerdem versteckt er sich gerne unter Baumwurzeln. Das Aquarium der Welse sollte mindestens 2 Meter lang sein. Der Fiederbartwels gehört zur Gruppe der Synodontis. Es handelt sich um ruhige und friedliche Fische die gut und gerne mit anderen Zierfischen gehalten werden können. Lediglich sollte man darauf achten keine Zierfische zu wählen die gerne an Flossen zupfen, wie beispielsweise die Sumatrabarben.

Zwergfiederbartswels schwimmt im Aquarium

Zwergfiederbartwelse / rückenschwimmende Kongowelse

Zwergfiederbartwelse oder rückenschwimmende Kongowelse können bereits in einem Aquarium mit 80 Zentimeter Kantenlänge gehalten werden. Größere Arten benötigen eine Mindestlänge von 1,20 Metern. Das Aquarium sollte möglichst dich mit Pflanzen besiedelt werden. Auch Versteckmöglichkeiten wie Holzschalen, Kokosnussschalen oder Steinbauten sind sehr zu empfehlen. Der Boden kann mit Sand ausgelegt werden.

Der Rückenschwimmende Kongowels liebt Überhänge aus Steinen und Wurzeln. Die Fische lieben es rückenschwimmend an den Steinen entlang zu schwimmen. Der Kongowels darf mit anderen friedlichen Fischarten gehalten werden. Allerdings sollten diese nicht zu klein sein.

Borsteln der Fiederbartswels im Aquarium

Weitere Einzelheiten über die Haltung von Fiederbartwelsen

Ein ausreichender Filter für das Aquarium der Mochokinae ist in jedem Fall Pflicht. Dieser muss regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Außerdem sollte in jedem Fall der wöchentliche Teilwasserwechsel von mindestens 30% durchgeführt werden.

Kontrollieren sollte man regelmäßig außerdem die Temperatur, den Ammoniak-Gehalt, den PH-Wert, die Gesamt- und Karbonat Härte und das Nitrat. Hierfür genügt ein einfaches Testset aus dem Zoofachhandel.

Auch die Gesundheit der Tiere sollte man während der Fütterung regelmäßig kontrollieren. Hauveränderungen wie Pünktchen, rote Flecken oder Beläge müssen sofort bemerkt werden. Auch Flossenveränderungen und hektische Bewegungen sind ein Zeichen für Krankheit.

Neonsalmler mit Fiederbartswelsen

Fiederbartwelse und welche Fische?

Die friedlichen Fiederbartwelse können mit fast allen friedlichen Zierfischen vergesellschaftet werden, die sich den bevorzugten Wasserwerten anpassen können. Gerade die ostafrikanischen Arten, welche relativ hartes Wasser benötigen sollte nur mit typischen Arten aus dem Tanganjikasee vergesellschaftet werden.

Westafrikanische Arten können mit den meisten südamerikanischen und asiatischen Arten vergesellschaftet werden, welches weiches Wasser lieben. Für die Vergesellschaftung eignen sich beispielsweise ruhige Salmler/Bärblinge, wie Neonsalmler oder der Keilfelckbärbling. Es sollte darauf geachtet werden Arten zu vermeiden, welche dazu neigen an den Flossen anderer Tiere zu knabbern.

Wie kann man das Geschlecht erkennen?

Weibchen welche geschlechtsreif sind, sind meist fülliger. Vor der Afterflosse befindet sich die Genitalpapille. Sie ist bei Weibchen besser sichtbar und spitzer geformt als die der männlichen.

Was fressen Fiederbartswelse im Aqurium?

Was fressen Fiederbartwelse?

Fiederbartwelse sind Allesfresser, aber in erster Linie ernähren sie sich von tierischer Kost. Lebend- und Frostfutter sollte auf dem Speiseplan stehen. Auch Flockenfutter und Futtertabletten sind geeignet. Dennoch fressen die Tiere auch pflanzliche Kost, teilweise wurde berichtet, dass die Tiere Algen im Aquarium fressen. Als lebendes Futter sind beispielsweise rote und schwarze Mückenlarven, Wasserflöhe und Salinenkrebse geeignet. Weitere Einzelheiten zu den verschiedenen Aquarien-Fischfutter-Sorten findest du hier.

Achte auf eine mäßige Fütterung da die Welse sehr verfressen sind. Auch Fastentage sind bei dieser Fischart sehr zu empfehlen.

Die nachtaktiven Fiederbartwelse sollten bevorzugt auch am Abend gefüttert werden.

Wie gewöhne ich Fiederbartwelse ein?

Wenn sich bereits Fische im Wasser befinden, dann sollte man diese während dem Einsetzen der Welse mit einer Fütterung ablenken.

Pärchen Fiederbartswels schwimmt im Aquarium

Wie züchtet man Fiederbartwelse im Aquarium?

Eine Nachzucht ist bisher noch nicht gelungen. Fiederbartwelse die im Zoohandel erhältlich sind stammen aus osteuropäischer Hybridzucht. Die Tiere sind in diesem Fall hormonbehandelt.

Fiederbartwelse im Video

Fazit: Haltung der Fiederbartwelse im Aquarium

Die Haltung von Fiederbartwelsen im Aquarium ist sicherlich nicht schwer. Wichtig ist sich vorab über die jeweilige Art zu informieren. Es sollte herausgefunden werden, ob es sich um ost- oder westafrikanische Arten handelt, da diese verschiedenen Ansprüche an das Wasser stellen.

Außerdem sollte das Becken auf jeden Fall groß genug sein. Es muss eine gute Struktur und viele Versteckmöglichkeiten, bestehend aus Wurzeln, Steinen oder Tonröhren aufweisen. Auch eine dichte Randbepflanzung kann eingesetzt werden.

Die Tiere sind Allesfresser, die sich bevorzugt von tierischer Kost ernähren. Sie sollte abwechslungsreich und auf jeden Fall regelmäßig mit Lebendfutter gefüttert werden.

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Über mich

Maximo

Hi, ich bin Maximo, Aquarianer aus Leidenschaft. Mit diesem Blog versuche ich Anfängern den Einstieg in die Aquaristik zu erleichtern; ihnen die Pforten zu einem tollen Hobby zu öffnen!

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