Netzpinselalgenfresser – Crossocheilus reticulatus im PortraitLesedauer: ca. 4 Minuten

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Netzpinselalgenfresser - Crossocheilus reticulatus im Portrait

Der Netzpinselalgenfresser gehört zu den effektivsten Algenbekämpfern im Aquarium. Sofern macht der Name ihm alle Ehre und verrät gleichzeitig sein Lieblingsfutter: Die Pinselalge. Doch wie verhält sich der eher selten anzutreffende Algenbeseitiger? Und wie kann der Netzpinselalgenfresser im Aquarium vergesellschaftet werden? 

Crossocheilus reticulatus werden in Gruppen von 5 bis 7 Tieren gehalten und können zwischen 15 und 20 cm groß werden. Die beachtliche Körpergröße verrät schon, dass es ein größeres Aquarium braucht, um den Ansprüchen des Zierfisches gerecht zu werden. Was ihr bei der Haltung von Netzpinselalgenfresser noch beachten müsst, erfahrt ihr in diesem Artikel. 

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Herkunft und Verbreitung

Der Netzpinselalgenfresser stammt aus dem asiatischen Raum. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Thailand, Kambodscha, Vietnam, Laos und Südchina. Dort leben sie in sauerstoffreichen und tendenziell kühlen Fließgewässern. 

Name und Typisierung

Netzpinselalgenfresser gehören zur Fischgruppe der Barben und erfreuen sich aufgrund ihrer effektiven Reinigungsarbeit, großer Beliebtheit bei Aquariumbesitzern. Mit einer Gesamtkörpergröße von bis zu 20 cm, können die Gruppentiere ausschließlich in mittelgroßen (ab 200 Liter Wasservolumen) und großen Aquarien gehalten werden. Die agilen Barben fressen nicht nur Pinselalgen, sondern auch andere typische hartnäckige Aquariumalgen. So konnte schon beobachtet werden, dass eine Gruppe Netzpinselalgenfresser ein vollständig veralgtes 450 Liter Aquarium innerhalb weniger Tage vollständig säubern. 

Steckbrief Netzpinselalgenfresser

 

Name: Netzpinselalgenfresser, Crossocheilus reticulatus
Herkunft: Thailand, Kambodscha, Vietnam, Laos, Südchina
Gesellschaftsaquarium: ja
Wasser: weich - mittelhart: pH 6,0 - 8,5
Temperatur: 20 - 28 ° Celsius
Beckengröße: ab 150 cm
Bepflanzung wichtig: ja
Futter: Algen, Zierfischfutter, Lebendfutter, Frostfutter, Gurke
Zucht möglich: nein
Größe: 15 bis 20 cm
Lebenserwartung: Bis zu 6 Jahre

 

Aussehen

Crossocheilus reticulatus hat einen torpedoförmigen Körperbau, mit graubrauner Beschuppung und durchsichtige bzw. hellgelbe Flossen. Der Netzpinselalgenfresser hat nicht gerade ein auffälliges bzw. farbenfrohes Erscheinungsbild. Dennoch können die Algenbekämpfer durch ihre beachtliche Größe in einer Gruppe ein großartiges Bild im Aquarium abgeben. 

Bedingungen an das Aquarium

Die agilen Gruppentiere benötigen ein großes Aquarium mit reichlich Schwimmfläche. Ein Becken mit mindestens 150 cm Kantenlänge ist zu empfehlen. Netzpinselalgenfresser kommen zwar mit einer Wassertemperatur zwischen 23 und 28 °C zurecht, bevorzugen es aber lieber kühler. Darüber hinaus benötigen sie eine leichte Strömung und reichlich Steine, Wurzeln und eine üppige bzw. dichte Pflanzenwelt. Grundsätzlich halten sie sich im unteren Drittel des Aquariums auf und sind ständig auf der Suche nach Nahrung. Bei optimalen Bedingungen können sie bis zu 6 Jahre alt werden. Eine Nachzucht im eigenen Aquarium ist nicht möglich. Bei den Netzpinselalgenfressern im Einzelhandel, handelt es sich um Wildfänge oder kommerzielle Nachzuchten aus Asien. 

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Vergesellschaftung der Netzpinselalgenfresser

Netzpinselalgenfresser gehören zu besonders geselligen bzw. sozialen Tieren. Sie lassen sich grundsätzlich prima mit anderen Fischen in einem Aquarium vergesellschaften. Auch mit anderen am Boden lebenden Tieren (z. B. Krebse oder Schnecken) vertragen sich die Netzpinselalgenfresser gut. Weil sie zu reinen Pflanzenfressern gehören, steht auch einer Vergesellschaftung mit Garnelen nichts im Wege. Dennoch sollten einige Verhaltensweisen der Gruppentiere beachtet werden. Crossocheilus reticulatus gehören zur Gruppe der Barben, die für ihre Agilität und Zankereien bekannt sind. Die Netzpinselalgenfresser zanken sich zwar nur untereinander und lassen andere Aquariumbewohner in Ruhe. Trotzdem sind sie äußerst agil und permanent auf Achse. Bei stressanfälligen Fischen, die sich grundsätzlich gerne im unteren Drittel des Aquariums aufhalten, z. B. Buntbarsche oder wirbellose Garnelen, kann dieses Verhalten stressbedingte Krankheiten auslösen. In diesem Fall liegt es nicht an der ruppigen Art der Barben, sondern an der permanenten Störung im eigenen Wohlfühl-Territorium.

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Fazit

Grundsätzlich können Platys und Garnelen miteinander vergesellschaftet werden. Im Normalfall werden Platys ausgewachsene Garnelen nicht attackieren. Dies gilt aber nicht für den Garnelen-Nachwuchs, die für Platys eine willkommene Zwischenmahlzeit darstellen. Für den Wohlfühlfaktor der Garnelen ist es wichtig genügend Versteckmöglichkeiten, die aus Höhlen, Steinen und Pflanzen bestehen, zu bieten. Garnelen sind sehr scheue Tiere, die zum Schutz vor den anderen Aquariumbewohnern einen Rückzugsort benötigen. Bei Platys sollte man darauf achten sie abwechslungsreich zu füttern. Sie sind ständig auf der Suche nach Nahrung und fressen alles was sie finden können. So reduziert man die Wahrscheinlichkeit, dass Platys dem Garnelenbestand nachstellen. Insgesamt steht einer Vergesellschaftung beider Aquariumbewohner nichts gravierendes im Wege. 

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Maximo Luppert

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