Sumatrabarben im Aquarium halten: alles über Puntigrus tetrazonaLesedauer: ca. 10 Minuten

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Sumatrabarben im Aquarium halten - so klappt‘s

Die Sumatrabarbe zählt bei Aquarianern weltweit zu den beliebtesten Süßwasserfischen und sollten nicht mit Moosbarben verwechselt werden. Dank der attraktiven Färbung und der besonders lebhaften Art stellt dieser Zierfisch einen interessanten Blickfang in jedem Aquarium dar. Der Puntigrus tetrazona zählt zur Familie der Karpfenfische und macht mit seinem ausgeprägten Spieltrieb auf sich aufmerksam. Der aktive Aquariumbewohner sieht nicht nur hübsch aus, er ist auch einfach zu halten und zu züchten, wenn einige Bedingungen geschaffen werden.

Wie du die bis zu sechs bis sieben Zentimeter großen Tiere in deinem Aquarium halten kannst, welche Wassereigenschaften Sumatrabarben bevorzugen und mit welchen Arten man sie vergesellschaften kann, zeigen wir dir im nachfolgenden Aquarium Ratgeber Artikel.

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Sumatrabarben in Kürze vorgestellt:

  • Der Süßwasserfisch ist unter den Bezeichnungen Sumatrabarbe, Puntigrus tetrazona, Hongkong-Barbe und Viergürtelbarbe bekannt
  • Puntigrus tetrazona gehört der Klasse der Strahlenflosser, der Ordnung und Familie der Karpfen und der Gattung der Streifenbarben an
  • Sumatrabarben stammen aus Südostasien und sind in Zentral-Kalimantan und Borneo heimisch
  • Adulte Männchen und Weibchen erreichen eine Größe von sechs bis sieben Zentimeter
  • Sumatrabarben sollten stets in Gruppen von mindestens acht bis zehn Tieren gehalten werden. Auf diese Weise ist es möglich, ihr interessantes Verhaltensmuster genau zu beobachten.
  • Eine Vergesellschaftung mit langflossigen Fischen, wie beispielsweise dem Honiggurami, sollte vermieden werden, da die Tiere dazu neigen an den Flossen zu knabbern.
  • Sumatrabarben können in Aquarien ab 180 Liter, also einer Kantenlänge von einem Meter gehalten werden
  • Das natürliche Habitat des Puntigrus tetrazona weist dunklen Sand, Wurzeln und eine dichten Bepflanzung auf
  • Puntigrus tetrazona kann bei 22 bis 26 Grad Celsius, einem pH-Wert zwischen sechs und acht und eine Gesamthärte zwischen fünf und 19 dGH im Aquarium gehalten werden
  • Die Männchen sind weniger füllig als die Weibchen
  • Charakteristisch sind die vier breiten Querbinden in Schwarz, die sich durch das Auge, von der After- bis zur Rückenflosse und vom Rücken zum Bauch ziehen

Wo kommen Sumatrabarben vor?

Obwohl der Name vermuten lässt, dass Sumatrabarben die indonesische Insel Sumatra beheimaten, kommt Puntigrus tetrazona in freier Natur in Indonesien auf Kalimantan und Borneo vor. Das natürliche Habitat stellen die recht kühlen und leicht fließenden Flüsse Bulungan, Kapuas und Mahakam im Westen Borneos dar - aber auch in Malaysia und Singapur sind Sumatrabarben recht weit verbreitet.

Wie viele Sumatrabarben im Aquarium halten?

Der Puntigrus tetrazona weist einen ausgeprägten Spieltrieb auf. Damit der aktive Süßwasserfisch diesen ausleben kann, solltest du ihn ausschließlich in einer Gruppe halten. Damit die Tiere ihr ausgeprägtes Sozialverhalten voll und ganz ausleben können sind mindestens acht weitere Artgenossen empfehlenswert.

Für die Sumatrabarbe zählen kleine Gefechte zum typischen Verhaltensrepertoire, die am besten mit Artgenossen ausgelebt werden. Andere Fische würden den ausgeprägten Spieltrieb als aggressiv und stressig empfinden, weshalb unbedingt genügend Artgenossen im Aquarium vorhanden sein sollten.

Die Geschlechterverteilung in der Gruppe spielt bei Sumatrabarben eine untergeordnete Rolle und muss lediglich beachtet werden, wenn eine Zucht geplant ist. Sollte eine Zucht geplant sein, so sollten die Gruppe der Puntigrus tetrazona gleich mehrere Weibchen umfassen.

Wie hält man Sumatrabarben im Aquarium?

Das Becken indem die schwimmfreudigen Sumatrabarben gehalten werden sollen, sollte mindestens 180 Liter umfassen und eine Kantenlänge von 100 cm aufweisen – so wird den Tieren ausreichend Schwimmfläche geboten.

Zupfen die Barben an den Flossen anderer Aquariumbewohner und weisen eine hohe Aggressivität auf, so ist dies ein Signal dafür, dass der Lebensraum nicht groß genug ist. Entweder ist das Becken zu klein, zu schlecht strukturiert oder der Besatz ist zu groß. Zur Vermeidung des Besatzfehlers empfehlen wir dir unseren Ratgeber Artikel „180-240 Liter Aquarium Besatz Beispiele“.

Das optimale Becken für Sumatrabarben muss unbedingt einige Wurzeln und Steine beinhalten, welche als Sichtschutz und als Reviergrenze dienen. Des Weiteren muss das Becken eine dichte Randbepflanzung und einige Rückzugmöglichkeiten aufweisen.

Dabei muss der Spagat zwischen Versteckmöglichkeiten, sowie dichter Randbepflanzung und genügend freier Schwimmfläche gemeistert werden. Grund dafür ist, dass sich die Hongkong-Barben meist in der mittleren Wasserschicht aufhalten, sich hier jagen und ihren Spieltrieb ausleben. Sie benötigen also gerade in dieser Beckenregion genügend freie Fläche.

Da Puntigrus terazona dafür bekannt sind im Boden zu wühlen, um nach Nahrung zu suchen, sollte der Boden keine scharfen Kanten aufweisen. Dementsprechend sollte kein grobkörniger Kies, sondern feiner Sand im Aquarium eingesetzt werden – Quarzsand aus dem Baumarkt eignet sich sehr gut dafür.

Im natürlichen Habitat finden Sumatrabarben Versteckmöglichkeiten im mulmigen Untergrund von dicht bepflanzten Uferzonen. Das Aquarium dem natürlichen Lebensraum entsprechend gestaltet werden, damit sich die Tiere im Becken wohlfühlen.

Unbedingt sollte ein Außen- bzw. Innenfilter im Aquarium eingesetzt werden. Hong-Kong Barben leben in freier Natur in langsam fließenden Gewässern, weshalb auch das Aquarium eine leichte Strömung aufweisen sollte. Außerdem trägt ein kräftiger Außenfilter zur Sauberkeit des Beckens bei.

Sollte Sumatrabarbe auf dem Kopf stehen, so handelt es sich um eine typische Verhaltensweise, die keinen Grund zur Beunruhigung darstellt, sofern sich der Fisch nicht vom Schwarm entfernt. Entfernen sich die Tiere von der Gruppe, so kann dies auf eine mögliche Erkrankung oder ein defektes Seitenlinienorgan hinweisen. Der Zustand der Tiere sollte in diesem Fall weiter beobachtet werden – sollte durch das Hinscheiden einer Barbe die Gruppe zu klein werden muss die Gruppenstärke anschließend wieder aufgestockt werden.

Welche Wasserwerte bevorzugt ein Puntigrus tetrazona?

Sumatrabarben sind nicht nur hinsichtlich Ihres Verhaltens sehr anfängertauglich, auch die bevorzugten Wassereigenschaften der Tiere lassen sich mit typisch deutschem Leitungswasser meist problemlos realisieren – ganz ohne Osmoseanlage oder sonstige Technik. Sind die folgenden Wasserwerte im Aquarium gegeben fühlen sich Puntigrus tetrazona besonders wohl:

  • Temperatur: 22-26° C
  • pH-Wert: 6,0-8,0
  • Gesamthärte: 5-19° dGH

Damit sich deine Sumatrabarben rundum wohlfühlen, sollte die Temperatur zwischen 22 und 26 Grad Celsius liegen. Achte darauf, dass der pH-Wert 6,0 nicht unterschreitet und nicht bei einem Wert oberhalb der 8,0 liegt. In puncto Gesamthärte solltest du einen Wert zwischen 5 und 19° dGH anpeilen.

Diese Wasserwerte freunden sich mit vielen südamerikanischen und südostasiatischen Arten an, weshalb die Tiere mit unzähligen Tieren vergesellschaftet werden können - dazu aber mehr im nächsten Abschnitt.

Vergesellschaftung von Sumatrabarben

Der Puntigrus tetrazona ist ein äußerst aktiver Fisch, welcher in der Gruppe Reviere bildet und sich vor anderen Bewohnern zu verteidigen weiß. Die Tiere sollten also keineswegs mit zu ruhigen Arten, wie beispielsweise Roten Neons oder Feuertetra vergesellschaftet werden.

Sumatrabarben neigen dazu lange Flossen anzuknabbern. Sie sollten deshalb auf keinen Fall mit langflossigen Arten vergesellschaftet werden: Skalare, Kampffische oder Fadenfische sollten also gänzlich vermieden werden.

Sumatrabarben sollten mit größeren und robusteren Arten Vergesellschaftet werden, die sich gegen das Dominate Verhalten der Tiere zu verteidigen wissen. Außerdem sollten unbedingt die bevorzugten Wasserwerte der Puntigrus tetrazona berücksichtigt werden.

Ideal zur Vergesellschaftung sind Welsarten, wie der L333, der Hexenwels oder der Fiederbartwels geignet. Aber auch kleine Schmerlenarten, wie der Feuerschwanz und andere Barbenarten, wie beispielsweise der Keilfleckbärbling eignet sich zur Vergesellschaftung mit Sumatrabarben sehr gut.

Was frisst ein Puntigrus tetrazona?

Die aus dem Südosten Asiens stammenden Süßwasserfische sind dankbare Allesfresser. Sumatrabarben können mit jedem Futter ernährt werden, jedoch ist eine abwechslungsreiche Kost anzuraten – eine Übersicht zu den verschiedenen Fischfutter Sorten fürs Aquarium findest du übrigens in unserem Ratgeber Beitrag.

Puntigrus tetrazona freut sich über Lebendnahrung, die ein- bis zweimal pro Woche gefüttert werden kann. Tubifex, Mückenlarven und Wasserflöhen sind wahre Leckerbissen für Zierfische.

Die tägliche Nahrungsgrundlage kann jedoch Granulat oder Flockenfutter darstellen, welches einerseits einfach zu füttern und andererseits erschwinglich ist.

Eine Abwechslung im Ernährungsplan stellt auch Frostfutter dar. Puntigrus tetrazona ist kein Kostverächter und frisst auch gerne frisches Gemüse. Dafür kann Kopfsalat in Streifen geschnitten und mit heißem Wasser übergossen werden – das fertige, pflanzliche Futter kann dann von Zeit zu Zeit die Sumatrabarben im Aquarium verfüttert werden.

Die Fütterung der Brut der Tiere sollte mit Staubfutter begonnen werden. Im Anschluss daran empfiehlt sich ein Umstieg auf Artemia-Nauplien. Dazu aber mehr im nachfolgenden Abschnitt rund um die Zucht von Sumatrabarben.

Wie werden Sumatrabarben gezüchtet?

Beim einem Großteil der im Fischhandel angebotenen Sumatrabarben handelt es sich um Nachzuchten. Das deutet bereits darauf hin, dass die Zucht der Tiere recht einfach erfolgen kann, was sich in der Praxis durchaus bewahrheiten lässt.

Für die Zucht stellen optimale Wasserwerte im separaten Zuchtbecken die Grundvoraussetzung dar. Optimal bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Wasser im Aquarium weich und leicht sauer sein sollte. Das Wasser aus dem Gesellschaftsbecken kann problemlos im Zuchtbecken verwendet werden, wenn noch zwischen fünf und zehn Prozent des Wassers gegen kühles Frischwasser getauscht wird.

Nun wählt man ein wohlgenährtes Pärchen aus dem Gesellschaftsbecken, welches man anschließend im Zuchtbecken unterbringt.

Puntigrus tetrazona ist ein Freilaicher. Damit die Eiablage erfolgen kann, muss das Ablaichbecken sehr dicht mit Büscheln von feingliedrigen Pflanzen bepflanzt werden, worin die Weibchen Ihre Eier ablegen können.

Das Zuchtbecken benötigt keinen Bodengrund, jedoch musst es zusätzlich mit einer dichten Decke von Schwimmpflanzen abgedunkelt werden. Schwimmpflanzen bieten einen ausgezeichneten Schutz vor starkem Lichteinfall.

Damit das Weibchen die Eier nicht auffrisst, sollte es schon Wochen vor der Zucht mit Enchyträen gefüttert werden. Die Weibchen können bis zu 200 Eier ablegen, welche nach drei bis vier Tagen schlüpfen.

Nach dem Schlüpfen ernähren sich die Fischlarven fünf bis sechs Tage lang von ihrem Dottersack. Erst wenn dieser komplett aufgebraucht ist, beginnen die Jungen frei im Becken zu schwimmen und nach Futter zu suchen. Die jungen Sumatrabarben sollten zuerst mit besonders feinem Staubfutter und später mit Artemia-Nauplien gefüttert werden. Zur gezielten Fütterung können Infusorien eingesetzt werden.

Sumatrabarbe im Video

Fazit: Sumatrabarben im Aquarium halten ist nicht schwer

Der Puntigrus tetrazona ist ein farbenprächtiger Süßwasserfisch, der in einem Schwarm von acht bis zehn Artgenossen seinen intensiv ausgeprägtes Sozialverhalten ausleben kann.

Sumatrabarben fühlen sich bei einer Wassertemperatur zwischen 22 und 26 Grad, einem pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0 und einer Gesamthärte zwischen 5 und 19° dGH wohl.

In der mittleren Wasserschicht muss für ausreichend freie Schwimmfläche gesorgt werden, während gleichzeitig eine dichte Randbepflanzung und einige Versteckmöglichkeiten am Bodengrund gegeben sein müssen. Ein dunkler und feiner Bodengrund und eine leichte Strömung werden gerne von den Tieren angenommen.

Die Vergesellschaftung von Puntigrus tetrazona sollte keinesfalls mit langflossigen Arten erfolgen. Stattdessen kommen Welse, Schmerlen, Barben und Bärblingen als Beibesatz in Frage.

Sumatrabarben sind Allesfresser, die abwechslungsreich mit Lebendfutter, Frostfutter, Gemüse, Flockenfutter und Granulat gefüttert werden sollten.

Hält man sich an einige Richtlinien und Tipps, so wird man mit Puntigrus tetrazona sicherlich sehr viel Freude und nur wenig Aufwand haben, weshalb die Tiere aus unserer Sicht auf jeden Fall für Anfänger geeignet sind.

Haltet Ihr bereits Sumatrabarben im Aquarium? Zeigt uns Eure Bilder!

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Über mich

Maximo

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